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Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Deichbau Lobon Chura Road

Deichbau Lobon Chura Road, © Deutsche Botschaft Dhaka

03.05.2018 - Artikel

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Bangladesch gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Den inhaltlichen Rahmen bilden die gemeinsam vereinbarten folgenden drei Schwerpunkte:

  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  • Gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte
  • Anpassung an den Klimawandel in städtischen Gebieten

Im Themenfeld „Gute Regierungsführung“ liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Förderung der Arbeitsbedingungen sowie Umweltstandards in der Textilindustrie. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der Bedeutung der exportorientierten Textilwirtschaft ein entscheidender Aspekt für die weitere Entwicklung des Landes. 

Auch die deutschen Kirchen sowie zahlreiche Nichtregierungsorganisationen setzen sich gemeinsam mit ihren lokalen Partnern gerade auch in ländlichen Regionen für die weitere Entwicklung in unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen ein.

Bangladesch zählt nach der Einteilung der Vereinten Nationen zu den am wenigsten entwickelten Ländern („least developed country“, LDC), wird jedoch aufgrund signifikanter Entwicklungsfortschritte im Rahmen einer Überprüfung der Vereinten Nationen die Graduierung vom LDC-Status erreichen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 1.470 USD (2017) zählt Bangladesch bereits jetzt gemäß der Klassifizierung der Weltbank zu den sog. „lower middle income countries“. Seit Beginn der Entwicklungszusammenarbeit in den 1970er Jahren bis heute hat Deutschland öffentliche Mittel im Gesamtumfang von rund 3 Milliarden Euro für bilaterale Entwicklungsprojekte in Bangladesch verausgabt. Hinzu kommen Beiträge, die Deutschland über multilaterale Institutionen (Europäische Union, Asiatische Entwicklungsbank und Sonderorganisationen der Vereinten Nationen wie z.B. Weltbank, ILO, FAO) zur Verfügung stellt. Ergänzend erhalten private Träger aus der Zivilgesellschaft öffentliche Mittel für die Durchführung von Entwicklungsprojekten.

Während der letzten Regierungsverhandlungen 2018 sagte Deutschland Bangladesch insgesamt 285,3 Millionen Euro weiterer Mittel für die Durchführung bilateraler Projekte zu. Auch werden 29 Millionen Euro zur Unterstützung der Rohingya-Krise im Südosten des Landes bereitgestellt.

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