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Bangladesch: Politisches Porträt

23.09.2021 - Artikel

Die Volksrepublik Bangladesch erklärte am 26. März 1971 ihre Unabhängigkeit von Pakistan. Die erste Verfassung trat im Dezember 1972 in Kraft (2004 geändert) und sieht ein Einkammerparlament mit 350 Sitzen vor. 300 Abgeordnete werden hierbei per Mehrheitswahlrecht direkt gewählt. 50 Sitze sind ausschließlich für weibliche Abgeordnete reserviert und werden von den im Parlament vertretenen Parteien, entsprechend deren Sitzanteilen, benannt. Staatsoberhaupt ist der Präsident, der vom Parlament gewählt wird. Die Exekutivgewalt liegt bei der Ministerpräsidentin. Sie wird vom Präsidenten, unter Berücksichtigung der Mehrheitsverhältnisse im Parlament, ernannt.

Die Anwendung des Mehrheitswahlrechts führt zu deutlichen Mehrheitsverhältnissen im Parlament. Seit 2009 ist die Awami League von Premierministerin Sheikh Hasina die dominierende Partei, mit 258 von 300 Sitzen im Parlament. Wichtigste Oppositionsparteien sind die Jatiya Partei (22 Abgeordnete) und die Bangladesh Nationalist Party (8 Sitze)  Zudem gibt es in Bangladesch eine aktive Zivilgesellschaft und eine vielfältige Presselandschaft.

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Bangladesch: Honigsammler in Mangrovenwald
Bangladesch: Honigsammler in Mangrovenwald© picture-alliance/dpa

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